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Fotogenität im Fotoshooting

Wie entstehen gute Fotos in der Peoplefotografie?


Vorweg möchte ich klarstellen: Gute Fotos sind kein Zufall. Sie sind geplant – oft bis ins kleinste Detail. Von der Überlegung, welches Licht zu meinem Modell und zur Situation passt, bis zur Frage, welche Stimmung das Bild transportieren soll.

 

Bereits im Vorfeld bespreche ich mit meinem Kunden oder Modell die Wünsche und Vorstellungen. Was soll das Fotoshooting aussagen? Für welchen Zweck sind die Bilder gedacht? Businessporträts, Privatshooting oder Hochzeitsreportage?

 

Ich arbeite in meinem Fotostudio in Sulgen im Kanton Thurgau sowie on Location mit vielen Menschen, die noch nie vor der Kamera gestanden sind. Für sie ist ein Fotoshooting oft ein Abenteuer. Sie machen sich intensiv Gedanken darüber, wie sie stehen sollen und welche Posen gut aussehen.

 

Diese Gedanken lasse ich gar nicht erst aufkommen. Ich erkläre meinen Kunden, dass sie sich darum nicht kümmern müssen – ich führe sie professionell durch das Shooting. Es hat keinen Wert, wenn sich jemand Posen überlegt, die nicht zum Lichtsetup oder zur eigenen Persönlichkeit passen. Der Kunde bucht mich als Profi für Peoplefotografie, um gute Fotos zu erhalten, die ihm am Ende ein gutes Gefühl und echten Mehrwert geben.

 

In der Vergangenheit habe ich oft mit professionellen Modellen gearbeitet und ganze Modestrecken fotografiert. Ein professionelles Modell weiss bis in die Fingerspitzen, was gut aussieht und wie es ein Produkt ergänzt. Ob Haute Couture oder Outdoorbekleidung – jedes Modell wird gezielt ausgewählt.

 

Und genau das zeigt: Jedes Fotomodell hat seine Nische.

 

Was lehrt uns das?

 

Mit Menschen, die noch nie vor der Linse standen, beginne ich genauso wie mit Profis: einfach. Einfache Posen, klares Licht, flexible Settings. So kann ich mich voll auf den Menschen vor meiner Kamera konzentrieren.

 

Man kann auch nicht von heute auf morgen den Spagat. Dafür braucht es Training. So ist es auch in der Fotografie – Übung, Erfahrung und Leidenschaft machen den Unterschied.

 

Der Schlüssel zu richtig guten Fotos beginnt bereits beim Buchen eines Fotoshootings – und spätestens bei der Begruessung im Studio oder am Ort des Shootings.

Vertrauen und Sympathie

 

 

Ein Fotograf muss Empathie zeigen. Ich muss meinem Kunden vermitteln, dass wir eine gute Zeit zusammen haben werden. Ohne Vertrauen hat man bereits verloren, bevor das Shooting begonnen hat.

 

Als Fotograf lenke ich Situationen und bringe Vorstellungen auf eine realistische Ebene. Wenn ich merke, dass eine Idee nicht zum Typ, Outfit oder Licht passt, erkläre ich das ehrlich und schlage eine Alternative vor, die besser harmoniert.

 

Ein weiterer wichtiger Baustein ist echtes Interesse am Menschen. Während eines Shootings frage ich nach Hobbys oder Leidenschaften. Erzählt mir jemand vom Reiten, vom Reisen oder vom eigenen Business, verändert sich automatisch die Körpersprache. Der Mensch wird selbstbewusst, der Blick klarer, die Haltung authentischer. Genau diese Energie nehme ich mit ins nächste Lichtsetup.

 

Auch angemessene Komplimente spielen eine Rolle. Ein ehrliches Wort über ein Outfit oder darüber, wie perfekt das Licht die Augen betont, lässt Menschen innerlich strahlen. Und dieses Strahlen sieht man auf dem Bild.

 

Nach jedem Set zeige ich die Fotos direkt auf dem Bildschirm. Ungeschoent, direkt ab Kamera. So erkennen meine Kunden, was professionelles Licht und Erfahrung bewirken.

 

Wer denkt, das sei eine Trickkiste, irrt. Wie beim Athleten oder professionellen Modell ist es Fleissarbeit. Uebung macht den Meister.

 

Sind Vertrauen und Sympathie vorhanden, ist der wichtigste Schritt geschafft.

 

Technik ist wichtig – Perspektiven, Brennweiten, Lichtfuehrung. Man entwickelt mit der Zeit ein Gespuer dafuer, was zu welcher Person passt. Augenhoehe wirkt ruhig, Frosch- oder Vogelperspektive spannender.

 

Doch all das baut auf der Basis auf: Beziehung.

 

Gerade in der Peoplefotografie, bei BusinessporträtsPrivatshootings oder als Hochzeitsfotograf in Thurgau und St. Gallen, geht es immer zuerst um den Menschen.

 

Alles andere ist Ergaenzung.

 

Zum Abschluss ein Satz, der meine Arbeit beschreibt:

 

„Licht ist die Garderobe eines jeden Fotografen – sie sollte vielseitig sein.“

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